Hier lebt die Ruhe.
Jahreshauptversammlung 2011 mit Höhepunkten

Angekündigt wurde, dass die Preisträger des 2010 veranstalteten Fotowettbewerb im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2010 des Fördervereines Ökopark Hertelsleite e. V. bekannt gegeben werden. Daneben stand der Vortrag: Luchse; Jäger auf leisen Sohlen“ im Programm. Entsprechend groß war das Interesse bei den Schwarzenbachern: Über 30 Mitglieder und Interessierte kamen am vergangenen Montag ins Jean-Paul-Hotel zur Jahreshauptversammlung.

Der Vorsitzende, Herr Dr. Sandler, begrüßte die Anwesenden und berichtete über die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr: Die Exkursion führte im Oktober in den Nationalpark Hainich, wo unter anderem der Baumwipfelpfad besucht wurde. Man konnte am literarischen Spaziergang (mit dem Kulturverein) oder an der Fledermauswanderung (mit dem Obst- und Gartenbauverein) teilnehmen. Ein weiteres erfreuliches Ereignis bestand darin, dass man den 70. Geburtstag von Fritz Rubner, eines der Vorstandsmitglieder, feierte. Neben den obligatorischen Aktionstagen, an denen die anfallenden Arbeiten im Ökopark erledigt werden, stehen verschiedene Umweltbildungsmaßnahmen im Fokus des Vereines. Hierbei wird viel Wert darauf gelegt, dass auch Veranstaltungen angeboten werden, die generationenübergreifenden und integrativen Charakter aufweisen.

An diesem bewährtem Konzept wird auch 2011 festgehalten, so der Ausblick von Herrn Dr. Sandler: Geplant sind wiederum 5 Aktionstage, wobei die Frühjahrsaktion am 19.03.2011 stattfinden wird. Auch diverse Umweltbildungsmaßnahmen mit unterschiedlichen Zielgruppen stehen fest im Kalender des Vereines. Ein Höhepunkt der Vereinsarbeit wird sicher wieder die im Herbst stattfindende Exkursion, die zusammen mit dem befreundeten Obst- und Gartenbauverein sowie dem Fichtelgebirgsverein organisiert wird. Ziel ist in diesem Jahr Wunsiedel mit dem Besuch der Falknerei, des Labyrinthes und des Katharinenberges.

Nach diesem Bericht leitete Herr Dr. Sandler zum Fotowettbewerb über: Unter 55 Fotoeinsendungen galt es, die 12 schönsten Motive auszuwählen. Neben den Vorständen Dr. Sandler, Fritz Rubner, Erika Schaller und Thomas Macht gehörten Swanti Bräsecke-Bartsch und Dieter Seus (beide vom Kulturverein) zur Jury.
Es gibt zwei erste Plätze, einmal für das Foto „Mystische Raureiflandschaft“ von Fritz Bauer und einmal für die „Schnecke am Wegrand“ von Reinhard Püschel. Den 2. Platz teilen sich die Fotos: „Raureifmärchenmorgen“ von Fritz Bauer, Wolfgang Frischs „Neues Leben Obstbaumwiese“, Jörg Weikerts „Baumblüte bei minus 20°C“ und das Bild von Regina Baumann-Koschate mit der winterlichen Saale. Weiterhin gibt es drei 3. Plätze: „Eingang Hertelsleite: Neugier wecken" von Udo Schelter, „Herbst-Allee in der Allee“ von Reinhard Püschel und „Winterbesuch im Ökopark“ von Jörg Weikert.

Den 4. Platz gibt es gleich viermal: für Fritz Bauers: „Fisch aus der Wurmperspektive“, für Heike Voigts: „Allee im Mai“, für Reinhard Püschels: „Baam am Baam vor der Allee“ und für Anita Ungethüms: „Baumwolle“. Alle Siegerfotos sind auf der Internetseite www.ökopark-hertelsleite.de zu finden. Die Preisträger können sich über schöne Preise freuen, die beiden Erstplatzierten gewannen je einen Rundflug, den der Schwarzenbacher Unternehmer Markus Hertel zur Verfügung stellt und der auch gleichzeitig als Pilot fungiert.

Nachdem der Schatzmeister Thomas Macht seinen Bericht darlegte, wurde der Vorstand auf Antrag von Bodo Haas (in Vertretung der Kassenprüfer) einstimmig entlastet. Dem ging voraus, dass die Kassenprüfung ohne Beanstandung durchgeführt werden konnte.

Die Reihe der Vorträge, die anlässlich der Jahreshauptversammlungen stattfinden, wurde mit dem Thema: „Der Luchs, Jäger auf leisen Sohlen“, in gewohnt hoher Qualität fortgeführt. Die Vortragende, Karen Löhner, ist als Försterin in den Bayerischen Staatsforsten angestellt und unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie lobte die Arbeit des Fördervereines, speziell die angebotenen Umweltbildungsmaßnahmen. Solch ein Engagement wünsche man sich mehr.
Anhand eines reich bebilderten Vortrages erläuterte Frau Löhner die Lebensweise des Luchses, seine Verbreitung in Europa, die Ausrottung im 18. Jahrhundert sowie die Rückkehr der Tiere, den Lebensraum und die Fortpflanzung des nachtaktiven Jägers, seine bevorzugte Nahrung – Rehe – und die Nachweismöglichkeiten der Tiere. Die Besucher erfuhren, dass es in Bayern Managementpläne gibt, die den Umgang mit Luchs, Bär und Wolf regeln.

Bezüglich der Luchse wird ein Netzwerk aufgebaut, in dem Experten daran arbeiten, die streng geschützten Tiere nachzuweisen und den Lebensraum der Luchse zu sichern. Als offenkundigster Nachweis gilt, einen frischen Riss zu finden und dann dort eine Fotofalle zu installieren. Schätzungsweise leben im Fichtelgebirge 1-3 Tiere. Luchse haben ein sehr großes Revier, so dass es insbesondere für Jungtiere recht schwer ist, ein neues Revier zu finden, wenn man die Struktur der oberfränkischen Landschaft bedenkt. Das Revier wird mittels Markierung abgegrenzt. Von fünf Jungtieren, das ist ein durchschnittlicher Wurf, überlebt nur ein Tier. Weiterführende Informationen zu den Luchsen, findet man unter: www.luchsprojekt.de , ein Internetauftritt, den Frau Löhner dazu empfahl. Geeignet sei auch ein Besuch im Nationalpark Bayerischer Wald, in dem es unter anderem auch ein Luchsgehege gibt.

Abschließend beantwortete Frau Löhner noch einige Fragen. Herr Dr. Sandler bedankte sich bei ihr mit einer kleinen Aufmerksamkeit in Form einer Weinkiste, schloss die Jahreshauptversammlung und wünschte den Anwesenden einen angenehmen Heimweg.

Einige Eindrücke

                                   

März 2011     ( Verein - Blitzlichter )     Zur Übersicht