Hier lebt die Ruhe.
Kinderexkursion "Wir erleben den Naturlehrpfad in der Hertelsleite"

Zu einer gemeinsamen Kinderveranstaltung luden kürzlich unter dem Motto "Wir erleben den Naturlehrpfad in der Hertelsleite" der Förderverein Ökopark Hertelsleite und der Kulturverein Schwarzenbach ein. Eine zwanzigköpfige Gruppe tauchte dann ein in die Natur mit kreativen und kulinarischen Einlagen. Warum die Heckenrose auch Hundsrose heißt, welchen Tieren sie Schutz bietet, dass sie rund 28 Säugetieren und 27 Voglearten Nahrung ist und auch uns Menschen sehr viel Gutes tun kann, wenn man sich auf ihre Heilkraft einlässt, erfuhren die Zuhörer von Swanti Bräsecke-Bartsch gleich zu Beginn. Kosten durfte man, wie lecker Hagebuttenmarmelade schmeckt. Dass die hübschen und dazu noch heimischen Früchtchen mit juckendem Inhalt gesund und vitaminhaltig sind, erfuhr man obendrein. Ganz passend an dieser Stelle stimmten alle "Dornröschen war ein schönes Kind" und "Ein Männlein steht im Walde" zu den Flötenklängen von Fanny Bartsch an.

Welche Gäste gerade in der "Fürstensuite" des Insektenhotels am Rande der Streuobstwiese des Ökoparks wohnen wollte Claudia Plaum wissen. Dass sich Hunderte von Marienkäfern eher auf dem "Zeltplatz" davor aufhalten, fanden die kleinen Forscher ganz schnell selbst heraus. In der Diskussion mit den Kindern arbeitete man heraus, warum es in früheren Zeiten eines solchen Hotels gar nicht bedurfte, warum es jetzt aber wichtig ist und was man selbst im heimischen Garten tun kann, um die Vielfalt der Insekten zu erhalten. Bewaffnet mit kleinen Scheren und Körbchen ging es weiter durch den Ökopark Hertelsleite: die Kinder hatten die Aufgabe in Gruppen - umsichtig und ohne zu "räubern" - Naturfarben zu sammeln. Blüten und Blätter in den Farben rosa, lila, grün, weiß und gelb hatte die Natur derzeit zu bieten und ganz nebenbei erfuhren die Sammler auch die Namen der gesammelten Gewächse. An der Saalebrücke gab es wieder eine kleine Stärkung - diesmal Kräuterquark. Alexandra Zwicker wollte an der Station "Holunder" wissen, warum in früheren Zeiten der Hut vor einem Holunderbusch gezogen wurde und welche Verbindung es zum Märchen von Frau Holle gibt. Hier wurde eine Erfrischung aus Holundersirup angeboten, die bei den passenden Temperaturen begeistern angenommen wurde, dazu gab es Holundergelee. Weiter ging es durch die verführerischen Pfützen und Hügel der Hochwasserfreilegungsmaßnahme zum Haus Saalepark, wo die Damen des Kleinen Cafés schon mit einer großen Portion Eis auf die Forscher warteten. Zum Dank legten die Kinder mit den gesammelten Blüten einen farbenfrohen Schmetterling neben dem Sandlerbrunnen. "Schön, war´s!" beteuerten die Kinder und hofften auf eine baldige Wiederholung - es gibt ja noch mehr Stationen auf dem Naturlehrpfad!

Einige Eindrücke

                       

04. Juli 2008     ( Verein - Blitzlichter )     Zur Übersicht