Hier lebt die Ruhe.
Jahreshauptversammlung mit Vortrag von Paul Basler "Pilze der Natur"

Vereinsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler begrüßte alle anwesenden Mitglieder und Gäste, die sich im Gasthaus Schrebergarten zur Jahreshauptversammlung 2003 des Vereins der Freunde und Förderer des Ökoparkes Hertelsleite Schwarzenbach/Saale e.V. eingefunden hatten. Nach den Ausführungen über die Vereinsarbeit der vergangenen 12 Monate, gab Dr. Sandler auch einen Ausblick in die geplanten Projekte für 2004 und 2005.

Neben den alljährlich stattfindenden Aktionstagen sind vor allem attraktive Umweltbildungsmaßnahmen sowie eine Exkursion ins tschechische Hochmoor Soos geplant.

Am 28. Mai bietet der Förderverein für alle Interessierten einen besinnlichen Abendspaziergang im Ökopark mit Gedichttexten an. Es ist angedacht, an jeweils exponierten Stellen in der Hertelsleite Texte und Gedichte vorzutragen, die Abendsstimmung in der Natur zu genießen und das Treffen in geselliger Runde im Pavillon mit einer Maibowle ausklingen zu lassen. Fachlich unterstützt wird der Förderverein dabei vom Schwarzenbacher Literaturkreis.

Für die 6. Klasse der Hauptschule ist am 18. Juni ein „Wassertag“ vorgesehen. Mit den Schülern wird beispielsweise die biologische Wasserqualität der Saale im Ökopark ermittelt. Dabei lernen die Kinder Wassertiere und –pflanzen kennen. Diese werden dann später im Physikraum unter dem Mikroskop betrachtet.

Ein Zeltlager steht für interessierte Schüler der Hauptschule in den Sommerferien auf dem Programm. Bevor am Abend am Lagerfeuer gesessen wird, werden Umweltspiele durchgeführt und Umweltmärchen erzählt. Danach wird entweder im Zelt oder unter freiem Himmel geschlafen.

Zu einer Licht- und Dunkelreise lädt der Verein am 8. Oktober ein. Es wird eine besinnliche Lichterreise durch den nächtlichen Ökopark, ergänzt mit Riech- und Schmeckstationen, angeboten. Anschließend wird ein Lagerfeuer entfacht.

Ohne finanzielle Unterstützung wären diese Veranstaltungen nur bedingt möglich. Der Förderverein dankt deshalb dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz für dessen Unterstützung.

Für die fachliche Unterstützung dankt der Verein Susanne Bosch, Naturpädagogin an der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg/Eger e.V..

Das finanziell größte Projekt im Jahr 2004 wird die Neugestaltung des Spielplatzes sein. Es ist vorgesehen, die Holzspielgeräte mit neuen modernen, zeitgemäßen Spielgeräten zu ersetzen. Die Realisierung ist für Herbst 2004 bzw. Frühjahr 2005 geplant.

In diesem Jahr werden die Arbeiten der Hochwasserfreilegung durch das Wasserwirtschaftsamt auch im Bereich des Ökoparkes begonnen. Im Zuge dieser Aktivitäten werden Feuchtgebiete und eine Reihe von reizvollen ökologischen Nischen geschaffen.

Im Anschluss an diese Ausführungen dankte Dr. Sandler dem Helferteam bestehend aus Horst Wagner, Friedrich Rubner und Max Merkel.

Nach dem Rechenschaftsberichtes des Schatzmeisters, Thomas Macht, wurde der Vorstand auf Antrag einstimmig entlastet.

Bei allen Jahreshauptversammlungen bot der Förderverein attraktive Fachvorträge an. So auch in diesem Jahr. Der Schwarzenbacher Paul Basler referierte über „Pilze in der Natur“.

Weltweit gibt es circa 100.000 bekannte Pilzarten. Allein in Deutschland existieren 6.000 „sichtbare“ und circa 12.000 nicht direkt sichtbare Pilzarten. Die erste Abbildung eines Pilzes entdeckte man auf einer ägyptischen Zeichnung, die bereits 1400 v.Chr. angefertigt wurde. Circa 400 v. Chr. erkannte Hippokrates den medizinischen Wert von Pilzen, 100 Jahre später ordnete ein Schüler von Aristoteles die Pilze in die Pflanzenwelt ein. Sie entstünden aus faulen Substanzen – eine Auffassung, die sich immerhin über 2000 Jahre hielt. Man vertrat auch die Ansicht, dass das Myzel und der eigentliche Fruchtkörper - der Pilz- zwei voneinander unabhängige Lebewesen seien. Den Zusammenhang, dass Beide ein Lebewesen darstellten, erkannte man erst im ausgehenden 18. Jahrhundert.

Pilze bereichern den Speiseplan von Mensch und Tier. Ein Pilz besteht zu 91% aus Wasser, zu 3,7% aus Kohlenhydraten, zu 3,2% aus Eiweiß. Rohfasern und Mineralsalze sind mit jeweils 0,8% enthalten, der Fettanteil liegt bei 0,5 %.

Einige Regeln sind beim Sammeln, Zubereiten und beim Verzehr von Pilzen zu beachten:

Weiterhin ging Paul Basler auf die Rolle der Pilze im Naturhaushalt, deren Vermehrung und das Vorkommen der verschiedenen Pilzarten ein.

Der Vortrag war für alle Anwesenden sehr interessant, für Paul Basler gab es reichlich Applaus und im Anschluss seines Vortrages noch viele Fragen zu beantworten. Der Vorsitzende des Fördervereins Dr. Sandler überreichte Herrn Basler ein Präsent und bedankte sich für dessen Ausführungen.

08. März 2004     ( Verein - Blitzlichter )     Zur Übersicht