Hier lebt die Ruhe.
Interessanter Fachvortrag anlässlich der Jahreshauptversammlung 2000

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Ökopark lobte Vorsitzender Christian Heinrich Sandler zum wiederholten Male die Schwarzenbacher Bevölkerung. Die Aktionstage verliefen sehr erfolgreich, im November folgten sogar fast 60 Helfer dem Aufruf zur Herbstaktion. Darunter befanden sich viele Kinder und Jugendliche. Die Jugendgruppe des Gartenbauvereins organisierte eine eigene Aktion und pflanzte dabei im Bereich des Viadukts eine Eberesche. Oberfranken-TV zeigte sich vom Engagement der Schwarzenbacher beeindruckt und produzierte einen ansprechenden Beitrag, in dem die Leistungen des Vereins, der Helfer und Spender gewürdigt wurden.

Der Vorstand verfolgt das Ziel, das Gesamtprojekt Ökopark im Jahr 2003 abzuschließen und an die Stadt Schwarzenbach zu übergeben, so Dr. Sandler. Vorher möchte man aber noch zwei größere Aufgaben realisieren:

Die Stadt Schwarzenbach wird zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof die Hoch-wasserfreilegung unter Berücksichtigung des für die Gestaltung des Ökopark zugrunde liegenden Gutachtens beginnen. Dabei entstehen Feuchtbiotope, aber auch neue Wege sowie ein Abenteuerspielplatz im Saaleauenbereich.

Weiterhin werde mit Hochdruck an der Neustrukturierung des Eingangsbereiches oberhalb des Pavillons gearbeitet. Das Projekt soll vor allem der Umweltbildung dienen und zwar nicht erst nach Fertigstellung, sondern bereits während der Gestaltung. Es werden bestimmte Arbeiten im Sinne einer Umweltbildungsmaßnahme durchgeführt, wie z.B. Pflanz-aktionen mit Schülern. Das Bayerische Umweltministerium hatte nach der Sendung "Jetzt red i" eine Förderung des Projekts in Aussicht gestellt.

Schatzmeister Thomas Macht berichtete über die finanzielle Entwicklung des Vereins. Weiterhin lobte er das Engagement der beiden Helfer Horst Wagner und Max Merkel. Nach dem Antrag des Kassenprüfers Herrn Siegfried Gröger wurden der Vorstand einstimmig entlastet.

Der Fachvortrag über die faszinierende Welt der Bienen von Hobbyimker Widbert Schaller war hochinteressant. Er vermittelte den Ökoparkfreunden viel Wissenswertes über die Haltung, die Arten, die Lebensweise der nützlichen Insekten. Schaller zeigte anhand Folien und Objekten die verschiedenen Entwicklungsstadien der Königinnen, der Drohnen und Arbeiterinnen. Eine Arbeiterin trägt beim Rückflug in ihren Stock ca. ein Drittel ihres Körpergewichts an Nahrung. Für ein Glas Honig müssen etwa 5 Mio. Blütenbesuche stattfinden. Eine Königin entsteht dann, wenn sie im Madenstadium Gelee Royal gefüttert bekommt. Königinnen leben 3-4 Jahre, Arbeiterinnen dagegen nur wenige Monate und Drohnen ca. 20 - 50 Tage.
Honig war in früheren Zeiten das einzig bekannte Süßungsmittel, so verwundert es nicht, dass die Bienen z.B. in einer 7000 Jahre alten Höhlenmalerei dargestellt wurden.
Heute kann jeder zwischen unzähligen Honigsorten im Supermarkt wählen. Sicherlich ist der original Imkerhonig - auch von Schwarzenbachern Imkern - die beste Wahl.

12. März 2001      ( Verein - Blitzlichter )     Zur Übersicht